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#myAlpineLifeBalance
Der immerwährende Lockdown

Empfangschef Felix berichtet über seine Erfahrungen in der "staden Zeit"

Der 27 Jahre alte Felix arbeitet seit knapp 5 Jahren in der Alpenrose. Seit 2017 ist er als Empfangschef in der Wellnessresidenz Alpenrose tätig.

Empfangschef Felix | Best Alpine Wellnesshotel Alpenrose, Achensee

"Die letzten Monate waren und sind eine Herausforderung für so ziemlich jeden." so Felix. Er ist aber dennoch zuversichtlich, dass es in der Natur der Menschen liegt, sich an Situationen schnell anzupassen und so immer zu versuchen, das Beste daraus zu machen. So hat man in der Freizeit, welche mehr als genug vorhanden ist, die Möglichkeit neue Hobbys auszuprobieren. Langlaufen, Spanisch lernen oder Renovierungsarbeiten waren vor Corona eher undenkbar für den Empfangschef – mittlerweile hat er ziemlich Gefallen daran gefunden. Er ist davon überzeugt, dass man durch das Einschränken der persönlichen Kontakte lernt, diese viel mehr wertzuschätzen. So konnte er seine Familie seit einem Jahr nicht mehr sehen – dennoch genieße und schätze er es, wenn sie sich per Videotelefonie austauschen können. Dank der Kurzarbeit ist es ihnen an der Rezeption möglich, immerhin ein paar Stunden in der Woche zu arbeiten. Anderen Abteilungen ist diese „Ablenkung“ nicht möglich. Doch so positiv man auch alles versucht zu sehen, so groß ist doch der Wunsch nach Normalität, einem geregelten Arbeitsalltag und einem richtig guten Schnitzel im Wirtshaus des Vertrauens.

Das aktuelle Arbeiten an der Rezeption kann Felix kaum mit der klassischen „Rezeptionsarbeit“ vergleichen. Kein direkter Gästekontakt, kein Check In, kein Check Out, keine freundlichen Gespräche über Kulinarik, Service und Wohlbefinden. Dafür drehen sich alle Telefongespräche mit Gästen um das gleiche Thema – Corona und die damit verbundenen Maßnahmen. Das Bild, welches sich in der Gesellschaft breit gemacht hat (Verfechter der Maßnahmen, die Gruppe der Gleichgültigen und die der Querdenker), spiegelt sich in allen Telefonaten wider. Der Empfangschef erzählt "Oft trifft man auf verständnisvolle Gäste – doch auch ebenso oft auf das genaue Gegenteil.". Es sei oft schwer die Gäste zu beruhigen, denen man das fünfte Mal absagen musste. Doch auch in der Wellnessresidenz Alpenrose an der Rezeption sorgte so manche Reaktion der Gäste für Kopfschütteln. So beispielsweise warum es denn nicht möglich sei, abzuschätzen, welche Maßnahmen im September geplant seien, warum denn schon wieder „IHRE“ Reservierung storniert werden müsse oder ob man nicht 20% Rabatt auf die nächste Übernachtung bekommen könne.

Worauf das Hotel ein großes Augenmerk legt, sind die Lehrlinge. Wohl kaum eine Berufsgruppe mit Lehrlingen hat es derzeit so schwer, wie die der Gastronomie und Hotellerie. Das Team versucht alles erdenklich Mögliche, um die Lernkluft der Lehrlinge gering zu halten. So werden Rollenspiele, Hausübungen, Trainingseinheiten oder resortübergreifende Lehrlingsprojekte geplant, sodass diese am Ball bleiben können. Leider seien viele dieser Möglichkeiten nur rein theoretische Inhalte – die Praxis am Gast fehlt und kann auch nicht ersetzt werden. "Das wird eine große Herausforderung für die nächsten Jahre."

Felix und das gesamte Team der Alpenrose freuen sich, wenn die Pforten der Hotels sich wieder öffnen und ein Gefühl von „Normalität“ einkehrt. Der Empfangschef hofft stark, dass die Abwanderung von Fachkräften in andere Bereiche/Branchen nicht zu groß ausfallen wird. Er ist dennoch der festen Überzeugung, dass der regionale Tourismus stark zunehmen wird und alle Hoteliers, sobald reisen zu touristischen Zwecken wieder möglich ist, optimistisch in die Zukunft blicken können.